Interreligiöser Dialog

Lust auf Unterhaltung? Hier gibt es Kurzweiliges wie Interviews und Reportagen mit Angehörigen unterschiedlichster Religionen.

Können Religionen vom Regenbogenfisch lernen?

„Weit draußen im Meer lebte ein Fisch. Doch kein gewöhnlicher Fisch, nein. Er war der allerschönste Fisch im ganzen Ozean. Sein Schuppenkleid schillerte in allen Regenbogenfarben.“[1]

Falls dieser Satz bei einigen Kindheitserinnerungen hervorruft, liegt das daran, dass mit diesen Sätzen eines der erfolgreichsten deutschen Kinderbücher beginnt: „Der Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister. Es erzählt die Geschichte des wunderschönen, aber eitlen Regenbogenfisches, der erst lernen muss, seine Schuppen mit anderen Fischen zu teilen, um nicht mehr einsam zu sein. Pfister brachte unzähligen Kindern die Lektion bei, dass Teilen Freude macht. Längst sind diese Kinder erwachsen geworden und schmunzeln, wenn sie an die Geschichte erinnert werden. Tatsächlich kann allerdings jede*r – egal ob 5, 25 oder 45 – noch von dem Regenbogenfisch lernen. Das schillernde Schuppengewand des Regenbogenfisches und seine Bereitschaft, andere Fische an diesem teilhaben zu lassen, kann auch auf die Vielfältigkeit der einzelnen Religionen bezogen werden.

[1] Pfister, Marcus: Der Regenbogenfisch, Zürich, 1992. https://regenbogenfisch.com/